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GEOEPOCHE "Der König aller Könige" - Alexander der Große PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von P.Raftakis   
Samstag, 8. November 2008
Artikelinhalt
GEOEPOCHE "Der König aller Könige" - Alexander der Große
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Titelbild GEO EPOCHE - Das antike Griechenland Das antike Griechenland Von Olympia bis Alexander dem Großen : Die Welt der Hellenen - Dies ist der Titel der GEO EPOCHE Ausgabe Nr.13. Eine Ausgabe indem das antike Griechenland und seine Welt in ausführlichen Berichten, Artikeln und Bildern geschildert wird. Eine Rubrik davon : - " Der König aller Könige - Alexander der Große" . Lesen Sie hier bei Makedons.de den hervorragenden Artikel von Jörg-Uwe Albig, welcher das Griechentum der antiken Makedonen bestätigt.

 

Basierend auf den Berichten Plutarchs und Arrian´s "ALEXANDERS ANABASIS" übermittelt der Autor dieses Artikels in der GEOEPOCHE, faktenreiche Schilderungen des griechischen Rachefeldzuges, unter der Hegemonie der Makedonen, gegen die persische Autokratorie. - Von  Olympia, der Hegemonie der Makedonen über die griechische Welt und deren Verbreitung der griechischen Kultur, Sprache und Werte bis an die Grenzen der damals bekannten Welt -  (Zur Beschreibung der Bilder - Mauszeiger auf Bild bewegen)

König aller KönigeDer König hat sich verwandelt: das gestreifte Gewand. das Diadem. der Gürtel. Das purpurne Band, das seinen makedonischen Hut jetzt verhüllt. Sein persischer Siegelring. sein Harem, sein Leib-Eunuch. Seine Willkür. seine Arroganz. Männer. die sechs Jahre lang mit ihm durch Hunger und Erschöpfung. durch Dürre. Regengüsse und Schnee marschiert sind, sollen ihm jetzt kniend huldigen. um anschließend den Gnadenkuss zu empfangen. Jetzt. im Sommer des Jahres 328 v. Chr.. scheint der junge. edle König Alexander vollends zum Barbaren geworden zu sein.

Die Makedonen murren. „Dass wir einen solchen Lohn für unsere Mühen davontragen-, beschwert sich Alexanders Milchbruder Kleitos. Anführer des königlichen Bataillons, beim abendlichen Bankett. _Wir preisen alle die glücklich", sagt Kleitos. "die gestorben sind. bevor sie sehen mussten, wie Makedonen mit persischen Ruten ausgepeitscht werden und wir bei Persern um Einlass bei unserem König betteln müssen!"

Dabei ist Alexander doch ausgezogen. um Asien zu strafen - nicht. um sich ihm anzuverwandeln. Rache für die Überfälle der persischen Großkönige Kyros II. und Xerxes hat er versprochen, die in den Jahren 546 und 480 v. Chr. mit ihrem Heer und ihrer Flotte die griechischen Küstenstädte Kleinasiens unter ihr Regime brachten, in Griechenland einfielen und die Akropolis plünderten. Jetzt aber stecken die Rächer hier im Barbarenland fest. in der Landschaft Sogdiana am Rande der usbekischen Wüste Kizil kum. am Rande der Welt - mehr als 3000 Kilometer von der Heimat entfernt. Und nicht nur die Umgebung sieht zunehmend fremd aus, sondern mehr noch der Feldherr.

IM FRÜHJAHR 334 v. CHR., als der Feldzug gegen die Perser begann, war Alexander. der Makedone. noch Grieche aus Leidenschaft. Hellene in Reinkultur. mit griechischen Sitten und griechischer Weisheit aufgewachsen. am Fuß des Olymp, wo die Götter wohnen. Von seinem Lehrer, dem großen Aristoteles. hatte er die Liebe zu Homer und den großen Tragöden gelernt: ein Exemplar der  Ilias". vom Philosophen eigenhändig kommentiert. lag stets unter seinem Kopfkissen. gleich neben dem Kurzschwert. Alexander  von kleinem Wuchs, unvorteilhaft beschenkt mit schiefer Kopfhaltung und schwimmendem Blick, wollte ein Held sein.

Und als er 334 mit 160 Kriegsschiffen die Dardanellen überquerte. diente ihm Homers Epos vom Kampf um Troja als Skript und Alibi für seine Invasion: Wie Protesilaos, welcher der Sage nach als erster Hellene trojanische Erde betritt, sprang er in voller Rüstung vom Schiff, um Pionier auf Asiens Boden zu sein. Und als wiedergeborener Achill lief er nackt und eingeölt zum Grab des Heros, um seinem Vorbild die Ehren zu erweisen - und empfing von den Priestern des Tempels der Athena den Schild und die Waffen des Achill. um dem Tapfersten der Tapferen fortan ebenbürtig zu sein. Der Zeitpunkt für die Invasion schien günstig zu sein. Der persische Riese zeigte Schwächen. hatte zum Anfang des Jahrhunderts sogar Ägypten für eine Weile aus seinen Pranken entlassen müssen. Hatte in den 360er Jahren Aufstände von Gouverneuren erlebt und nach der Ermordung des Großkönigs Artaxerxes III. eine schwere Führungskrise. Am kranken Orient konnte Hellas genesen.

DENN DER KRIEG gegen Persien ist auch der Kampf um die innere Einheit. Die zerklüftete Geographie der griechischen Halbinsel hat die Entstehung einer Viel­zahl von Stadtstaaten begünstigt. die jahrzehntelang um die Vormacht stritten: 481 v. Chr. wurde Sparta Hegemonial- macht, dann Athen. dann wieder Spar­ta, später Theben und schließlich Makedonien.

Jahrelang haben Griechenlands Intellektuelle für die Idee  des ..Panhellenismus" getrommelt, der die zersplitterten Griechen durch ein Feindbild im Osten zusammenschweißen sollte. Hat Geprägte Geschichte: eine griechische Münze mit dem Konterfrei Alexanders

der Philosoph Platon die Barbaren zu natürlichen Feinden der Griechen er-klärt. deren Land verwüstet und dessen Wohnstätten gebrandschatzt gehörten. Hat auch Alexanders Lehrer Aristoteles das griechische Geschlecht" für so "mutig und intelligent" erklärt, dass es geeignet sei, die übrigen zu beherrschen - jene Untermenschen, die man nur wie Pflanzen oder Tiere behandeln könne. Hat der Publizist Isokrates, nachdem er vergebens die Herrscher der griechischen Kleinstaaten aufgestachelt hat, endlich Philipp. den König der Makedonen. für einen Feldzug gewinnen können. Philipp ließ sich nicht lange bitten. Hüter der abendländischen Kultur - die Rolle kam dem Makedonenherr­scher nicht ungelegen. Noch vor kurzem war sein Land selbst so etwas wie der Orient Griechenlands: ein wilder Nach­bar mit unfeinen Sitten. wo man Eber und Männer im Krieg töten musste, um als Mann zu gelten. und den Wein in Massen und, schlimmer noch, unver­dünnt trank.Erst Philipps Modernisierung hat Ma­kedonien reif gemacht für die Wonnen der griechischen Zivilisation - und gleich auch zur Herrschaft über sie: Mit dem Gold aus den Pangaion-Bergen hat er ein Heer ausgerüstet. das seinen Nachbarn ein Stück Land nach dem anderen abge­nommen. 338 bei Chaironeia auch Athen und Theben besiegt und Makedonien die Macht und die Notwendigkeit verschafft hat, griechischer zu sein als die Griechen. Philipp II. schwang sich zum Hege­mon des _Korinthischen Bundes" auf, dem alle Stadtstaaten bis auf Sparta erge­ben beitraten. Ruhmvoll glänzte die Zu­kunft. bis ihm im Sommer 336. mitten in der Vorbereitung auf den Asienfeldzug. bei der Hochzeitsfeier einer seiner Töchter ein Leibwächter einen kurzen kelti¬schen Dolch zwischen die Rippen hieb. Philipp war ein Anhänger des Gottes Apollon gewesen. des Hüters des Lichts und der Zivilisation. Auch Alexander, der mit Anfang 20 den Thron übernahm, tritt seinen Feldzug, nun im Zeichen westlicher Werte an - nicht als Unterdrücker  behaupten seine Trommler, sondern als Bote der Demokratie. Sein Aufgebot ist eine Koalition der Willigen, der Besten: Die Kavallerie umfasst 5500. das Fußvolk 32 000 Mann - darunter 12 000 Makedonen, dazu griechische Hopliten, kretische Bogenschützen, Thraker und Triballer, Illyrer und Agrianen unterstützt von Spezialeinheiten für Pionierarbeiten, Belagerungstechnik und Landvermessung, von Priestern, Sehern. Künstlern und Wissenschaftlern.


Letzte Aktualisierung ( Montag, 22. Dezember 2008 )
 
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