 Nikos Evthimiades ein Großunternehmer, erklärte vor einigen Tagen seine Aufstellung als Kandidat zum Bürgermeisteramt von Thessaloniki. Er gilt nicht unbegründet, als ein „starkes Blatt“, wie man ihn in lokalpolitischen Kreisen bezeichnet. In einem Interview vom 22.06.2010 nahm Evthimiades neben Erklärungen über seiner Aufstellung zum Amt des Bürgermeisters von Thessaloniki auch Stellung zur makedonischen Frage.
Nikos Evthimiades – „Es ist die größte Usurpation von Geschichte die jemals in der Welt stattgefunden hat. Die Wahrheit ist auf unserer Seite, wie es auch die Geschichte ist. Dennoch haben wir es dazu gebracht, dass diese Faktoren nicht ausreichend sind! Wir haben es geschafft jeden, um der Wahrheit Willen regelrecht hinterher zu rennen. Denn hätten wir uns den Lügen von Anfang an dementsprechend entgegen gestellt, würden wir heute nicht an diesen Punkt stehen uns zu rechtfertigen. Stattdessen haben wir damals Tito in Thessaloniki mit Blumen beworfen. Wir haben es versäumt den Lügen der Propagandisten von Damals Einhalt zu gebieten, als diese die Bücher von Harvard, Kanadas und Australiens damit füllten. Wir sahen zu und lachten nur. Nun sind wir durch unsere Fehler in der Vergangenheit in die Enge getrieben worden – die historische Wahrheit stützt die griechische Position vollkommen und unsere Argumentationen finden auch Gehör im Westen, dennoch erinnern Sie uns daran, dass Griechenland seit 50 Jahren keinen Einwand eingebracht habe und in dieser Hinsicht sich außenpolitisch falsch bewegt hat. So ist es ein sehr komplexes Thema dem ein Mensch allein, oder auch ein Bürgermeister, nicht Herr werden kann. Es ist ein nationales Thema für das es weder Ideen noch Modelle gibt. Die Größte Gefahr besteht jedoch in der Usurpation der Geschichte und durch die sogenannte „mazedonische“ Identität die sich unser Nachbar aneignen will. Das muss zu unserem Hauptthema werden um Missverständnisse ein für allemal aus der Welt zu schaffen. Thessaloniki muss sich mit vielen Themen beschäftigen und die makedonische Frage ist eines nur davon. Die Stadt muss wachsen, sie muss sich entwickeln und neue Arbeitsplätze schaffen welche die Lebensqualität verbessern werden, um so der politischen Führung die besten Voraussetzungen für eine Lösung zu gewährleisten.“ Quelle: griechische Zeitung Makedonia Diesen Beitrag im Forum diskutieren. (15 Beiträge) |