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Makedonien News arrow Presse & Artikel arrow Dimokratiki Anagenisi – Interview mit Stavros Bitalis über Vasko Gligorojevic
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Dimokratiki Anagenisi – Interview mit Stavros Bitalis über Vasko Gligorojevic PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von P.Raftakis   
Sonntag, 8. Februar 2009

Dimokratiki AnagenessisÜber die Thematik des inhaftierten Historikers „Vasko Gligorojevic“  in der ehemaligen jugoslawischen Republik FYROM,  hat heute Nachmittag der Pressesprecher der griechischen Partei „Dimokratiki Anagenisi“ Stavros Bitalis dem stuttgarter Radiosender Hellas Radio Tübingen/Reutlingen ein Interview dazu abgegeben. Der Mitschnitt (griechisch) und die inhaltliche Übersetzung (deutsch) können  im folgenden Artikel verfolgt werden . Das Interview führten Maria Zilidou und Giannis Sarris von Hellas Radio Tübingen/Reutlingen.

Interview mit Stavros Bitalis:

 



Ich bin sehr besorgt über den Zustand des inhaftierten angehenden Historikers. Die psychiatrische Anstalt in welcher V.Gligorojevic momentan festgehalten wird, soll „schlimmer als ein Gefängnis sein“. Auch gehen Gerüchte um, dass in dieser psychiatrischen Anstalt Misshandlungen an Insaßen und Patienten vorgenommen werden. Wir haben das griechische Aussenministerium dazu gebeten, sich dem Schicksal des Vasco Gligorojevic anzunehmen. Obwohl die Dimokratiki Anagenessis schon in der Vergangenheit mit V.Gligorojevic in Kontakt stand, bezweifelte jedoch das griechische Aussenministerium dessen Existenz.

-Vasco Gligorojevic sprach nur das Selbstverständliche aus, und dies führte zu seiner Inhaftierung“ –.  Gligorojevic als Mann der Wissenschaften ,wagte es in einem undemokratischen Land wie dem  Staatsgebilde von FYROM über die Tatsache zu sprechen, dass die Slawen absolut keinen Bezug zu dem antiken Stamm der Makedonen haben. Es ist nicht möglich , ja paradox sogar monstroös zu behaupten, dass die ehemalige jugoslawische Republik und deren Bewohner, Abkömmlinge der antiken griechischen Makedonen seien. Eine Behauptung welche sich auf die Doktrin des ehemaligen jugoslawischen Diktators „Tito“ stützt mit einzigen Ziel, sich die geographische Region Makedoniens mitunter durch Usurpation der Geschichte, einzuverleiben.

Besudelung der griechischen Staatsflagge in FYROM„Ebenso will ich unsere Brüder der Diaspora daran erinnern, dass es Vasco Gligorojevic war, welcher mit einem immensen Aufwand, gegen die Besudelung der griechischen Staatsflagge vorging, als diese inmitten der Hauptstadt Skopjie, der ehemaligen jugoslawischen Republik FYROM, anstatt des cristlichen Kreuzes, mit einem Hackenkreuz versehen aufgestellt worden ist. Leider entsteht in den griechischen Medien eine regelrechte Hysterie wenn aus Thailand , Uganda oder in Nicaragua  ähnliche Fälle gemeldet werden. Hierbei jedoch, dem Schicksal eines Philhellenen, schweigen alle griechischen Medien systematisch. So wie es scheint, hat Griechenland seine Philhellenen vergessen.“

„Wir haben sie allerdings nicht vergessen. – Wir haben für kommenden Donnerstag eine Reise in die ehemalige jugoslawische Republik organisiert, zu welcher uns Ärtzte wie ebenso Anwälte begleiten werden.“ Stelios Papathemelis der Vorsitzende der Dimokratiki Anagenessis, hat für Morgen eine Gesandschaft aufgestellt die sich persönlich mit dem Präsidenten der ehemaligen jugoslawischen Republik Herrn Gruevski  treffen soll, wie auch mit der griechischen Aussenministerin Dora Bakogianni. Wir beharren darauf zu erfahren, im Rahmen der Menschrechte, was nun mit Herrn Gligorojevic passiert und aus welchen Grund er inhaftiert wurde.“ Erneut will ich darauf hinweisen, dass die ehemalige jugoslawische Republik danach strebt, sich allen europäischen Institutionen anzuschließen. Dennoch legt sie eine Vorgehensweise an den Tag, die eher an ein Terrorregieme erinnert als an ein demokratisch geführtes Land. Die ehemalige jugoslawische Republik FYROM hat jegliche Vereinbarung seit ihrer Entstehung, mit Griechenland gebrochen.“

„Wir verlangen von der Regierung der ehemaligen jugoslawischen Republik, dass uns bei unserer Anreise am kommenden Donnerstag Herr Gligorojevic vorgeführt wird, damit sich unsere Ärtzte ein Bild von seinem Zustand machen können. Wir fordern auch die Anwesenheit griechischer Medien. Sie haben nicht gezögert ins Herz Palästinas zu gehen als die Israelischen Luftangriffe stattfanden. Sie sollen nun auch nicht zögern sich dem Leid eines Einzelnen zu widmen. Wir müssen allen Philhellenen zeigen, dass wir sie in unseren Herzen tragen und nicht vergessen. Doch vor allem müssen wir dafür kämpfen, dass jeder das Recht hat sich frei zu äussern. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein für  die es keiner Erklärung bedürfe. Gligorojevic ist nicht bloß ein angehender Historiker, er ist ein Kämpfer gegen die Ungerechtigkeit im eigenen Land. Er fungiert nicht für griechische Interessen, er zeigte nur Courage wenn Ungerechtigkeiten geschehen sind, wie unter anderem die Besudelung der griechischen Flagge.

Als Pressesprecher meiner Partei möchte ich hinzufügen, dass die griechische Regierung bis zum momentanen Zeitpunkt sich nicht befriedigend zu dieser Thematik geäussert hat. Doch spätesten Morgen wenn die Gesandschaft sich zu Frau Dora Bakogianni begeben wird, werden von uns Antworten gefordert. Wir müssen uns selbst im Spiegel betrachten können, und dürfen diesen Philhellenen nicht im Stich lassen. Dies fordern wir ebenso von unserer Regierung. Sollten wir am Grenzübergang zur ehemaligen jugoslawischen Republik daran gehindert werden ins Land zu fahren, sind wir entschlossen den gesamten Verkehr des Grenzübergangs aufzuhalten. Wenn in Griechenland wegen unverkauften Kartoffeln die Strassen gesperrt werden, so können wir mit berechtigten Abstand das Selbige tun. Wir werden dann dort unsere Plakate aufhängen und die ungehinderte Durchführung unseres Vorhabens fordern.

Wir haben dieses Thema ebenso dem Menschrechtsbeauftragten der Europäischen Union geschildert. In unserer Erklärung fordern wir unabhängige Ärtzte und Rechtsbeistand von der Europäischen Union. Dies ist von Nöten, da wir absolut kein Vertrauen zum Staatsapparat der ehemaligen jugoslawischen Republik haben. Dort herrscht immernoch ein System nach alter titoistisch-stalinistischer Manier, welches sich von der Legislativen bis zur Exekutiven erstreckt. Unsere Forderung ist eindeutig – So wie die Regierung der ehemaligen jugoslawischen Republik sich das Recht nimmt, ihre unhaltbare titoistische Doktrin zu verbreiten , hat Gligorojevic ebenso das Recht, die Wahrheit auszusprechen. – So Herr Bitalis.

Herr Bitalis beendete sein Interview mit Danksagungen an die griechische Diaspora und erklärte, dass die griechische Diaspora einmal mehr bewiesen hat, dass ihr Hellenentum, mit Großbuchstaben geschrieben werden muss.

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Makedons.de und Radio Hellas bedanken sich hiermit bei Herrn Bitalis für dieses Interview

Makedons.de wird Sie weiterhin auf den aktuellsten Stand über dieses Thema halten.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. März 2009 )
 
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