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Sebastian Münster und sein Werk Kosmographie. Doch was hat dieses Werk mit dem Namenstreit um den Term „Makedonien“ auf sich? Sein epochales Werk, die »Kosmographey«, die 1544 in der ersten Auflage erschien und bis 1628 in der 21. Auflage verlegt wurde, war eine Beschreibung der ganzen Welt, die »in seiner Zeit für das Weltverständnis von entscheidender Bedeutung war« (Richard von Weizsäcker).Nahezu 30 Jahre lang hatte Münster an diesem groß angelegten ehrgeizigen Vorhaben, das sein Lebenswerk und ein »Bestseller« wurde, gearbeitet. Er korrespondierte mit Fürsten, Bischöfen, Diplomaten, Bürgermeistern und zahlreichen Gelehrten, um das Wissen seiner Zeit zu sammeln, zu erweitern und auf den neuesten Stand zu bringen. Und er bat, oft mit Erfolg, auch um finanzielle und materielle Unterstützung für sein Vorhaben.
Doch zurück zum Wesentlichen. Dieses Werk beinhaltet unter anderem Kartenmaterial um das Jahr 1600 welches Griechenland darstellt. (Dieses Kartenmaterial ist auf folgender Webadresse zu sehen). Auf einer dieser Karten ist der Nordwestteil Griechenlands unter osmanischer Herrschaft mit einem kleinen aber feinen Detail zu sehen. Die slawischen Bürger der ehemaligen jugoslawischen Republik FYROM beharren durch die suggestive Propagierung der eigenen Regierungen darauf, sie seien Makedonen und somit abkömmlinge des antiken Volkes. Ein Teil dieser Propagierung beruht darauf, dass die Griechen nach der „Befreiung“ der Region Makedonien vom osmanischen Reich, zahlreiche Ortsnamen in der Region Makedonien, in griechische Namen umgeändert hätten. So nennt man Thessalonike (Salonike) in der bulgarisch verwandten Sprache der ehemaligen jugoslawischen Republik FYROM „Solun“ und ebenso wird die griechische Stadt Florina als „Lerin“ bezeichnet .
So muss Sebastian Münster entweder ein Koloborateur der damals unter osmanischer Herrschaft lebenden Griechen gewesen sein, oder nur einfach ein Puzzelstück der Wahrheit hinterlassen haben.Auf seinen Karten sind auf jeden Fall zwei Namen deutlich zu erkennen. FLORINA und SALONICHI und "nicht" LERIN oder SOLUN . Auch die geographische Zuordnung "Makedoniens" sollte hierbei nicht übersehen werden, welche identischer Weise im Kernland der heutigen griechischen Provinz Makedonien liegt, somit geographisch im Kernland des antiken Makedonien und weit unterhalb der heutigen ehemaligen jugoslawischen Republik - FYROM. Es ist jedoch bedauerlich, dass fast 500 Jahre später die Nachkommen eines Sebastian Münster von weniger geographischer und historischer Kenntnis beseelt sind wie der Balkan Korrespondent der FAZ „Michael Martens“ es vorlebt. Fast besessen überbringt Michael Martens die suggestiven Propagierungen der ehemaligen Jugoslawen, durch seine Artikel in die deutsche Medienwelt. Doch einen Sebastian Münster sei Dank, welcher ein weiteres Stück der Wahrheit , mit seinem beachtlichen wissenschaftlichen Werk des späten Mittelalters „ Kosmographie“ hinterlassen hat.

Kartenquelle: Columbia University Diesen Beitrag im Forum diskutieren. (4 Beiträge) |